„Vielfalt erweitert unsere Kompetenzen“

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Thierry Baril, Personalchef von Eurocopter

Interview mit Thierry Baril, Personalchef von Eurocopter

Wie stellt sich Ihre Diversitätspolitik dar?
Wir glauben uneingeschränkt an den Nutzen menschlicher Vielfalt, und dies aus moralischen wie auch aus pragmatischen Gründen. Eurocopter ist ein zunehmend globaler Anbieter in einer Zeit, da sämtliche Hightech-Unternehmen um die fähigsten Mitarbeiter konkurrieren. Wer Diversität bei Geschlecht, Staatsangehörigkeit oder Bildung begrüßt, lässt sich die größte Auswahl offen und kann die fähigsten Mitarbeiter rekrutieren.

Ebenso erweitert diese Vielfalt unsere Kompetenzen. Wenn wir in Indien aktiv sein wollen, brauchen wir Inder, denn sie verstehen ihr Land und dessen geschäftliche Gepflogenheiten am besten. Analog können wir etwas über Serienproduktion dazulernen, wenn wir Spezialisten aus der Kfz-Industrie anwerben. Mindestens 10 Prozent der 2006 neu eingestellten Mitarbeiter sollen außerhalb Deutschlands, Frankreichs oder Spaniens gelebt oder studiert haben.

Welche GlossarCSR-Herausforderungen ergeben sich aus der Tatsache, dass Eurocopter der EADS-Geschäftsbereich mit der stärksten internationalen Präsenz ist?
Wir müssen zunächst für eine globalere Umsetzung unserer Personalpolitik sorgen. Damit haben wir im Juni 2004 begonnen. Wir beschäftigen heute in Deutschland, Frankreich und Spanien 11.000 Mitarbeiter, in unseren weltweit 15 Tochtergesellschaften sind es zusätzliche 2.000. Dank unserer weltweiten internen HR-Datenbank können wir unsere Personalentwicklung weltweit überwachen und so besser für Chancengleichheit sorgen. Ferner haben wir erstmals Eurocopter-Mitarbeiter aus aller Welt in Europa geschult, zum Beispiel in der EADS Corporate Business Academy, und vor Ort maßgeschneiderte Fortbildungen angeboten.

Was hat das internationale Rahmenabkommen mit dem Europäischen Betriebsrat bewirkt?
Wir unterhalten seit über einem Vierteljahrhundert Tochtergesellschaften außerhalb Europas und wenden dort seit jeher die europäischen Sozialstandards an. Wir waren schon immer ein geachteter und attraktiver Arbeitgeber, und das internationale Rahmenabkommen erhöht unsere Standards weiter. In den vergangenen drei Jahren hat sich die Anzahl unserer Beschäftigten außerhalb Europas verdoppelt – hochwertige Mitarbeiter für uns zu gewinnen war dabei nie ein Problem.



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