Wechselkurse

Ein wesentlicher Teil der Umsatzerlöse der EADS wird in US-Dollar erzielt (im Jahr 2005 ca. Mrd. US$ 25 Mrd.), wobei ca. die Hälfte dieses Währungsrisikos durch auf in US-Dollar lautende Kosten „auf natürliche Weise“ gesichert ist. Die restlichen Kosten fallen hauptsächlich in Euro und in einem geringeren Umfang in britischen Pfund an. Folglich sind die Gewinne in dem Ausmaß, in dem die EADS es unterlässt, ihr aktuelles und zukünftiges Nettowährungsrisiko durch Finanzinstrumente abzusichern, vom Zeitpunkt des Auftragseingangs bis zur Auslieferung von den Wechselkursschwankungen des US-Dollar gegenüber diesen Währungen abhängig. In Übereinstimmung mit der Politik der EADS, Gewinne vor allem aus ihren operativen Geschäften zu erwirtschaften, nutzt die EADS Sicherungs-Strategien, um die Auswirkungen der Volatilität des Dollarkurses auf ihr GlossarEBIT* besser zu steuern und einzuschränken. Siehe „Bewertung der Leistung des Managements – EBIT*-Leistung nach Geschäftsbereichen – Auswirkungen von Sicherungsgeschäften auf das EBIT* “. Siehe auch „Finanzmarktrisiken – Wechselkursrisiken“.

Da die EADS Finanzinstrumente nur zur Absicherung ihres Nettowährungsrisikos einsetzt, ist der Anteil ihrer US-Dollar-Umsätze, der nicht durch Finanzinstrumente abgesichert sind (ungefähr 30%) Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Von dem nicht gesicherten Teil der Umsätze wird ein bestimmter Prozentsatz (soweit die Umsätze auf Anzahlungen vor Auslieferung entfallen) mit dem Euro-Kassakurs zum Zeitpunkt des Zahlungseingangs bei der EADS umgerechnet. Der übrige nicht gesicherte Teil der US-Dollar-Umsätze (der den Zahlungen bei Auslieferung entspricht) wird von Veränderungen des Kassakurses zum Zeitpunkt der Lieferung beeinflusst. Siehe „Wichtige Erläuterungen zu Bilanzierung, Richtlinien und Bewertungsentscheidungen – Bilanzierung von Transaktionen in Fremdwährung im Jahresabschluss“.

Risiko beim Flugzeugabsatz. Bei Produkten wie Flugzeugen sichert die EADS typischerweise die geplanten Umsätze in US-Dollar, die sich aus prognostizierten und verbindlichen Transaktionen für das folgende Jahr bis zum Jahr 2011 ergeben. Als gesicherte Grundgeschäfte werden die ersten mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten künftigen Zahlungsmitteleingänge in einem bestimmten Monat definiert. Diese Zahlungsmitteleingänge basieren auf den Abschlusszahlungen bei Lieferung. Der Betrag der ersten Zahlungsmitteleingänge, der gesichert werden soll, wird durch ein Treasury Committee bestimmt und deckt üblicherweise bis zu 100% der Netto-US-Dollar-Position. Für die EADS ist eine geplante künftige Transaktion von hoher Wahrscheinlichkeit, wenn die künftige Lieferung als Festauftrag im Orderbuch berücksichtigt wird oder wenn die Eintrittswahrscheinlichkeit aufgrund der Vertragslage hoch ist (z.B. wenn eine schriftliche Absichtserklärung vorliegt). Der Sicherungsanteil wird angepasst, wenn dies notwendig ist, um makroökonomischen Entwicklungen, die Wechselkurse und Zinssätze beeinflussen, Rechnung zu tragen.

Risiko im Projektgeschäft. Im Projektgeschäft sichert die EADS gewöhnlich 100% der spezifizierten Zahlungsströme aus verpflichtenden Einzelverträgen. Die Sicherung erfolgt auf einer rein projektbezogenen Basis.

Risiko in der Gelddisposition. Im Zusammenhang mit Gelddispositionen geht die EADS-Zentrale Fremdwährungs-Swaps (Nennbetrag am Jahresende 2005 Mrd. € 0,7) ein, um kurzfristige Fluktuationen der nicht auf Euro lautenden Salden auf Geschäftsbereichsebene auszugleichen. Die jährliche Änderung der Marktwerte dieser Swaps wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Übriges Finanzergebnis“ ausgewiesen. Diese Änderungen können einen wesentlichen Einfluss auf das Konzernergebnis der EADS haben.

Hedge-Portfolio. Die EADS verwaltet ein langfristiges Sicherungsportfolio mit einer Laufzeit von mehreren Jahren, mit dem künftige US-Dollar-Umsätze gesichert werden, die hauptsächlich aus dem Airbus-Geschäft und zu einem geringeren Umfang aus den Geschäftsbereichen Eurocopter, ATR, DS und MTA stammen. Das Nettorisiko wird definiert als das gesamte Währungsrisiko (auf US-Dollar lautende Umsatzerlöse) abzüglich des Teils, der durch auf US-Dollar lautende Kosten „natürlich gesichert“ wird. Das Hedge-Portfolio umfasst den überwiegenden Teil der Sicherungsgeschäfte des Konzerns. In erster Linie werden Devisentermingeschäfte und zu einem geringeren Teil Optionsgeschäfte als Sicherungsinstrumente eingesetzt.

Die Kontrakt- bzw. die Nominalbeträge der derivativen Finanzinstrumente für Fremdwährungen der EADS (wie unten aufgeführt) stellen nicht notwendigerweise die Beträge dar, die zwischen den Vertragsparteien ausgetauscht werden, und sind deshalb nicht unbedingt ein Maß für das Risiko, dem der Konzern durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten ausgesetzt ist.

Die Nominalbeträge der derivativen Finanzinstrumente für Fremdwährungen setzen sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:

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31. Dezember 2005 Restlaufzeit Summe
(in Mio. €) Bis zu 1 Jahr Über 1 Jahr
bis zu 5 Jahre
Über 5 Jahre
         
Währungssicherungskontrakte        
Devisentermingeschäfte, netto 9.653 27.076 365 37.094
Strukturierte US$-Termingeschäfte        
Kauf US$ Call-Optionen 119 573 0 692
Kauf US$ Put-Optionen 1.495 1.190 0 2.685
Verkauf US$ Call-Optionen 1.495 1.190 0 2.685
Währungsswaps 625 0 117 742


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