Dassault Aviation
EADS hält einen Anteil von 46,3% an Dassault Aviation – eine am Premier Marché der Pariser Börse (Euronext Paris) notierte Gesellschaft – zusammen mit der Groupe Industriel Marcel Dassault („GIMD“) (50,2%) und Streubesitz (3,5%).
Dassault Aviation ist ein wichtiger Anbieter auf dem Weltmarkt für Militär- und Firmenjets. Das im Jahr 1945 gegründete Unternehmen hat bisher über 7.500 Militär- und Zivilflugzeuge an Käufer in über 75 Länder ausgeliefert. Auf Grundlage der im Unternehmen vorhandenen Erfahrungen als Konstrukteur und industrieller Architekt von komplexen Systemen befasst sich Dassault Aviation mit Konstruktion, Entwicklung und Produktion einer breiten Palette von militärischen Flugzeugen und Firmenjets. Um möglichen Interessenkonflikten bei den militärischen Produkten von Dassault und EADS (Rafale und Eurofighter) vorzubeugen und die Bereiche voneinander abzuschirmen („Chinese Wall“), untersteht die Beteiligung von EADS an Dassault Aviation dem Bereich Strategische Koordination, während das Eurofighter-Programm dem Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheitssysteme zugeordnet ist.
Militärflugzeuge
Dassault Aviation verfügt über eine große Erfahrung in der Projektierung und Herstellung von militärischen Kampfflugzeugen der neuesten Generation.
Rafale. Die Rafale ist ein zweimotoriges Omnirole-Kampfflugzeug, das sowohl für Einsätze bei der Luftwaffe als auch bei der Marine entwickelt wurde. Entsprechend den Haushaltsplänen der Regierung erwägt Frankreich den Kauf von 294 Rafale-Maschinen, 234 für die Luftstreitkräfte und 60 für die Marine. Die Gesamtkosten des Programms belaufen sich auf € 32,3 Mrd. 120 Flugzeuge wurden bereits in Auftrag gegeben. 82 davon sind für die Luftwaffe bestimmt und 38 für die Marine.
Mirage 2000. Die Mirage 2000-Familie ist 2005 in die Produktionsendphase getreten. Bisher wurden über 600 Flugzeuge vom Typ Mirage 2000 bestellt, fast die Hälfte davon von fremden Staaten.
nEUROn. Dassault Aviation ist der Hauptauftragnehmer für die Entwicklung des europäischen
UCAV-Demonstrator (unbemanntes Kampfflugzeug), nEUROn. Das Programm stand für eine europäische Kooperation offen. Fünf Länder haben sich entschieden, beizutreten und ihre Kenntnisse aus der Raumfahrtindustrie einzubringen. Abkommen wurden 2005 auf Regierungsebene mit Schweden, Griechenland, Schweiz, Spanien und Italien unterzeichnet. Ausgetauscht wurden auf Industrieebene die Memoranda of Understanding (MoUs) mit Saab, HAI, RUAG, EADS und Alenia.
Der Flug des nEUROn-Demonstrators ist für 2011 geplant.
Firmenjets
Dassault Aviation bietet eine breite Palette von Produkten in der oberen Leistungs- und Preisklasse des Firmenjet-Sektors. Mehr als 1.650 Falcon-Firmenjets sind seit der ersten Falcon 20-Lieferung im Jahr 1965 ausgeliefert worden. Falcon-Jets stehen zur Zeit in 65 Ländern in aller Welt im Dienst und transportierten Unternehmensangehörige, VIPs und Regierungsvertreter. Zur Zeit gehören vier Tri-Jets zur Falcon-Familie: Die Jets Falcon 50EX, 900C, 900EX und 7X, ferner der zweimotorige Falcon 2000-Jet und der Falcon 2000EX EASy.
Das Jahr 2005 war bisher das beste für die Falcon-Businessjets mit insgesamt 123 verbindlichen Aufträgen und einem Gesamtauftragsbestand von mehr als 200 Flugzeugen zum Jahresende. Verschiedene wichtige Meilensteine wurden zudem erreicht: Im Mai fanden die ersten Flüge der Falcon 7X und 900DX statt und 2005 wurde die neue 2000DX auf den Markt gebracht.
Dasa-Dornier Luftfahrt
DADC, an der EADS zu 75% beteiligt ist, hält eine Beteiligung von 93,6% an der Dornier GmbH, die wiederum eine 1,58%ige Kapitalbeteiligung an der Fairchild Dornier Luftfahrt Beteiligungs GmbH hält, die alleinige Gesellschafterin der Dornier Luftfahrt GmbH ist. Durch diese Minderheitsbeteiligung ist EADS nicht an operativen Entscheidungen betreffend der Dornier Luftfahrt GmbH beteiligt.
