Mit dem gleichmäßigen Fortschritt in allen Teilen des Geschäftsbereichs realisieren wir unsere Strategie. Die Programmleistung wurde optimiert, und das
EBIT haben wir gesteigert.
| Download |
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(in Mio. €) |
2006 |
2005 |
Veränd. |
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Umsatz |
5.864 |
5.636 |
4% |
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EBIT |
348 |
201 |
73% |
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Auftragseingang |
5.191 |
6.673 |
-22% |
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Auftragsbestand |
17.570 |
18.509 |
-5% |
Der Zukauf des Geschäfts mit Digitalfunknetzen kompensierte den Großteil der Dekonsolidierung aus dem Verkauf des Lenkflugkörperherstellers LFK. Die Umsatzrendite verbesserte sich auf 5,9 Prozent gegenüber 3,6 Prozent im Vorjahr. Die Effizienzsteigerungen resultieren vorwiegend aus der Umsetzung entsprechender Initiativen; bedeutende Programme und Projekte sind in die Durchführungsphase eingetreten.
Der Umsatz stieg auf € 5,9 Milliarden (2005: € 5,6 Milliarden), vor allem dank des verstärkten Hochlaufs der Eurofighter-Produktion und neuer Aufträge über Digitalfunknetze. Bis Ende 2006 hatte das Eurofighter-Konsortium insgesamt 114 dieser Mehrzweck-Kampfflugzeuge ausgeliefert. Der Verkauf des Lenkflugkörperunternehmens LFK an MBDA belastete den Umsatz des Geschäftsbereichs (€ -132 Millionen), denn MBDA wird nur zu 50 Prozent in dessen Ergebnissen konsolidiert, LFK jedoch zu 100 Prozent. Das EBIT stieg auf € 348 Millionen (2005: € 201 Millionen), resultierend aus operativen Verbesserungen und dem Ertrag aus dem LFK-Verkauf (€ 111 Millionen); Restrukturierungskosten (€ -74 Millionen) und Perimetereffekte zehrten die Kosteneinsparungen im Geschäft mit unbemannten Aufklärungsflugzeugen (UAVs) wieder auf.
Mit der Übernahme von LFK festigte MBDA seine Position als weltgrößter Lenkflugkörperhersteller und erhielt zudem bedeutende Aufträge: Für die Bundeswehr wurden 680 Einheiten des Präzisionswaffensystems PARS 3 Long Range bestellt, für die französischen Streitkräfte 250 seegestützte Marschflugkörper vom Typ SCALP Naval. In den Programmen Storm Shadow, Brimstone, Taurus, Aster und MICA lief die Produktion an. Sie leisteten auf diese Weise erhebliche Umsatzbeiträge. Die Entwicklung des Raketenabwehrsystems
MEADS kommt gut voran.
Die bereits im Vorjahr erfolgten Restrukturierungen verbesserten die Performance in den Geschäftseinheiten Military Air Systems, Defence and Communications Systems, Defence Electronics und MBDA. Im Jahr 2006 wurde damit begonnen, die Aktivitäten von Military Air Systems in Manching und die Zentrale des Geschäftsbereichs in München zu konzentrieren. Die französischen Anteile des Geschäftsbereichs werden am Standort Elancourt bei Paris zusammengefasst; auch MBDA betreibt eine entsprechende Konzentration in dieser Region.
Neue Fähigkeiten aufbauen
Aus strategischer Sicht war 2006 ein bedeutendes Jahr. In den künftigen Wachstumsbereichen wurden weitere Kompetenzen aufgebaut.
Fortschritte wurden auch bei der Entwicklung eines europaweiten
UAV-Programms gemacht. Darüber hinaus absolvierten eine für Frankreich entwickelte Drohne und ein Technologie-Demonstrator der nächsten UAV-Generation ihren Erstflug. Deutschland erklärte zudem seine Absicht, eine Drohne für große Flughöhe und Reichweite beschaffen zu wollen.
Ausblick
Das Wachstum in aussichtsreichen Geschäftsfeldern – dazu zählen UAVs, Verteidigungselektronik, sichere Kommunikationsnetze, komplexe Systemlösungen und Führungssysteme – eröffnet die Aussicht auf eine ausgewogene Umsatzverteilung. Das Geschäft mit Plattformen und Lenkflugkörpern wird zwar weiterhin den Umsatz des Geschäftsbereichs Verteidigung und Sicherheit tragen. Er hat aber seine Geschäftsfelder sowohl intern weiterentwickelt als auch mit Hilfe der jüngsten Firmenübernahmen ausgebaut; dies dient vor allem der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.
Steigende Nachfrage erfährt der Geschäftsbereich insbesondere nach integrierten Sicherheitssystemen; damit einher geht die Chance, auch außerhalb der europäischen Heimatmärkte expandieren zu können. In einer Reihe von Ländern innerhalb und außerhalb Europas laufen derzeit Exportkampagnen für den Eurofighter.
Der hohe Auftragsbestand und weitergehende Effizienzsteigerungen dürften zu einem stetigen
EBIT-Anstieg führen – trotz der zu erwartenden Stagnation der Verteidigungshaushalte in unseren Heimatmärkten.


