Montage eines Solarmoduls für Satelliten (Foto)
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Montage eines Solarmoduls für Satelliten

 

In einem positiveren Geschäftsumfeld verzeichnete Astrium ein solides, rentables Wachstum. Der hohe Auftragsbestand lässt einen weiter steigenden Umsatz erwarten.


 

 

Umsatz nach Märkten (in % des externen Umsatzes) – Astrium (Tortendiagramm)
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(in Mio. €)

2006

2005

Veränd.

 

 

 

 

Umsatz

3.212

2.698

19%

GlossarEBIT

130

58

124%

Auftragseingang

4.354

2.322

88%

Auftragsbestand

12.263

10.931

12%

Für den Raumfahrtbereich war 2006 ein gutes Jahr. Im Bereich der militärischen Satellitenkommunikation stieg der Umsatz, neue Aufträge gingen ein. Erhebliche Kostensenkungen und eine starke Stellung als Hauptauftragnehmer in weiten Teilen der europäischen Raumfahrtprogramme halfen dem Geschäftsbereich dabei, seine Margen zu steigern. Der Umsatz kletterte auf € 3,2 Milliarden (2005: € 2,7 Milliarden), das EBIT konnte mehr als verdoppelt werden auf € 130 Millionen – gegenüber € 58 Millionen im Jahr 2005.
Sowohl im Trägerraketen- als auch im Satellitengeschäft konnte Astrium bedeutende Marktanteile erlangen, und erhöhte den Auftragsbestand zum Jahresende 2006 auf einen Wert von € 12,3 Milliarden (2005: € 10,9 Milliarden). Mit dem alleinigen Ziel, seine Außenwirkung zu stärken, änderte der einstige Geschäftsbereich Raumfahrt seinen Namen in EADS Astrium – ein Schritt, der keinerlei betriebliche oder personelle Veränderungen mit sich brachte.

Aufbauend auf der erfolgreichen Kosten- und Prozessoptimierung wurden weitere Initiativen ins Leben gerufen. Sie zielen insbesondere darauf ab, Ressourcen zu bündeln, den Kundenservice zu verbessern und Kosten weiter zu reduzieren. Um das Wachstum auch künftig voranzutreiben, sollen die Investitionen in Forschung und Entwicklung verstärkt werden.

Ariane 5 (Foto)
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Ariane 5

Ariane 5 steht für Zuverlässigkeit

Die Geschäftseinheit Astrium Space Transportation hält 30,5 Prozent der Anteile an Arianespace, dem weltweit führenden Anbieter von Startkapazitäten. Ihre zwölf Neuaufträge – rund 45 Prozent des zugänglichen Marktes – sind der enormen Zuverlässigkeit der Trägerrakete Ariane 5 zu verdanken.

In Bremen wurde der GlossarESA das Weltraumlabor Columbus übergeben. Es ist Europas Forschungsbeitrag für die internationale Raumstation ISS und soll Ende 2007 ins All starten. Der von Frankreich in Auftrag gegebene ballistische Flugkörper M51 absolvierte erfolgreich seinen ersten Flug.

Satelliten im Aufwärtstrend

Im zivilen Satellitengeschäft war 2006 weltweit ein leichtes Wachstum zu verzeichnen; insgesamt wurden 27 Satelliten in Auftrag gegeben (gegenüber 24 im Jahr 2005). Die Geschäftseinheit Astrium Satellites sicherte sich davon sieben und zusätzlich zwei wichtige ESA-Aufträge.

Die neueste Geschäftseinheit, Astrium Services, baute ihre Aktivitäten weiter aus, vor allem was den Betrieb sicherer militärischer Satellitenkommunikation betrifft. Das Bundesverteidigungsministerium gab das Kommunikationssystem SatcomBW in Auftrag, und der erste Satellit für das Skynet-5-System der britischen Streitkräfte steht zum Start bereit.

Ausblick

Astrium hat das Jahr 2007 mit dem höchsten Auftragsbestand seiner Geschichte begonnen. Die Innovationen der vergangenen fünf Jahre beginnen sich spürbar auszuzahlen, und auch die in dieser Zeit vollzogene industrielle Neuordnung kommt nun voll zum Tragen. Die Produktion der leistungsgesteigerten Trägerrakete Ariane 5 ECA und der modularen Satellitenplattform Eurostar 3000 hat begonnen. Beide Systeme haben ihre Zuverlässigkeit am Markt bereits unter Beweis gestellt. Auch Astrium Services hat die Tragfähigkeit seines Geschäftsmodells – Produktion und Betrieb militärischer Kommunikationssatelliten – nachgewiesen.

 

Mit seinen hohen Forschungsinvestitionen bewahrt der Geschäftsbereich seine Innovationsfähigkeit, während Wartungsverträge dauerhaft die technischen Kompetenzen hinsichtlich Trägerraketen und Flugkörpern sicherstellen. Weitere Fortschritte können mit Initiativen erreicht werden, die darauf abzielen, Kosten zu senken und technische Abläufe zu optimieren. Der Aufwärtstrend bei Umsatz und EBIT wird voraussichtlich anhalten, gleichzeitig wird die Rentabilität weiter steigen.