Leistungen an Arbeitnehmer – IAS 19

In den Geschäftsjahren vor 2006 wurden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste der als leistungsorientierte Pläne („Defined Benefit Plan“) eingestuften Pensionspläne durch Anwendung der „Korridormethode“ des IAS 19 im Konzernabschluss erfasst. Bei dieser Methode wurde der Anteil der kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, der den höheren Wert von 10% des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung („Defined Benefit Obligation“) und 10% des beizulegenden Zeitwertes des Fondsvermögens übersteigt, abgegrenzt und auf Basis einer durchschnittlichen Restlebensarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer – bei der EADS 15 Jahre – linear in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, was sich auch entsprechend auf das GlossarEBIT* auswirkte. Im Jahre 2006 wählte die EADS die Anwendung der „Eigenkapitalmethode“ des überarbeiteten IAS 19, wonach versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (abzüglich latenter Steuern) vollständig im Jahr ihres Entstehens in den Gewinnrücklagen erfasst werden, ohne die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu tangieren. Die in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen zeigen dafür die volle Höhe der Verpflichtungen für leistungsorientierte Versorgungspläne, einschließlich der kumulierten versicherungsmathematischen Netto-Gewinne und -Verluste. Als Ergebnis der rückwirkenden Anwendung des überarbeiteten IAS 19 wurden die Pensionsrückstellungen für 2005 und 2004 um Mio. € 1.118 bzw. um Mio. € 659 angepasst, was einer Anpassung von Mio. € (695) und Mio. € (407) im Eigenkapital (abzüglich latenter Steuern) entsprach, wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt (die Zahlen für 2006 enthalten auch erstmalig den Anteil der EADS an der Unterdeckung der BAE Systems Pensionspläne in Großbritannien. Siehe „Pensionsverpflichtungen Großbritannien“).

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(in Mio. €)

zum
31. Dezember 2006

zum
31. Dezember 2005

zum
31. Dezember 2004

 

 

 

 

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
(bisherige Regelung)

-

4.120

3.947

Nicht erfasste versicherungsmathematische Verluste (bisherige Regelung)

-

1.118

659

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen
(neue Regelung)

5.883

5.238

4.606

Eigenkapitalentwicklung
(nach latenten Steuern)

(1.409)

(695)

(407)

Der Wechsel von der Korridor- zur Eigenkapitalmethode im Jahre 2006 für die Berücksichtigung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten resultiert in einem niedrigeren Pensionsaufwand (netto) im Jahr 2006, und führt damit zu einem um Mio. € 45 höheren EBIT* und einem um Mio. € 25 höheren Jahresergebnis (EBIT* Wirkung: Airbus Mio. € 12; Eurocopter Mio. € 7; Astrium Mio. € 5; Verteidigung und Sicherheit Mio. € 16; Zentrale Mio. € 5).

Für weitere Informationen zu den Auswirkungen aus dem Wechsel der Bilanzierungsmethode siehe Erläuterungen zum Konzernabschluss (IFRS) – Anm. 21 b) „Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“.