Wertminderung von Vermögenswerten

Wenn ein auslösendes Ereignis, wie z.B. ein nachteiliges wichtiges Marktereignis oder eine wesentliche Änderung der Planung bzw. der getroffenen Annahmen eintritt, führt die EADS einen Wertminderungstest für möglicherweise betroffene Vermögenswerte, Vermögensgruppen, Tochtergesellschaften, Joint Ventures oder assoziierte Unternehmen durch. Zusätzlich testet die EADS im vierten Quartal eines jeden Geschäftsjahres den Goodwill darauf, ob eine Wertminderung vorliegt, ungeachtet ob Hinweise für Wertminderungen vorhanden sind oder nicht. Ein Wertminderungsaufwand wird ergebniswirksam in der Höhe gebucht, in der der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt.

In der Regel wird zur Bewertung der Vermögenswerte die Discounted Cashflow-Methode verwendet. Die Discounted Cashflow-Methode wird beeinflusst vom zugrunde liegenden Abzinsungsfaktor und der Einschätzung des Managements der EADS („Management“) hinsichtlich des zukünftigen Cashflows. Aus diesem Grund können sich selbst geringfügige Änderungen wesentlich auf die Vermögensbewertung und somit auch auf die Höhe der potenziellen Wertminderung auswirken.

Der von der EADS benutzte Abzinsungsfaktor leitet sich aus den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten des Konzerns ab, der angepasst wird, um die Risiken des zugrunde liegenden Geschäfts wiederzugeben. Siehe Erläuterungen zum Konzernabschluss (IFRS) – Anmerkung 2 „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Wertminderung von langfristigen Vermögenswerten“ und Anmerkung 12 „Immaterielle Vermögenswerte“.

Wertminderungen des Goodwill wirken sich auf die Rentabilität aus, da sie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der EADS unter dem Posten „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen werden. In den Jahren 2006, 2005 und 2004 wurde keine Goodwill-Wertminderung vorgenommen. Jedoch wurden im Jahre 2006 bei EADS Sogerma Wertminderungen auf andere Vermögenswerte als Goodwill erfasst (Mio. € (84)). Diese beziehen sich auf die Tochtergesellschaften Sogerma Services, Sogerma Tunisie und Barfield, welche am 10. Januar 2007 an die TAT Gruppe verkauft wurden. In Höhe von Mio. € (33) stehen sie in Verbindung mit den verbleibenden Sogerma Tochtergesellschaften Seca und Revima). Die Wertminderungen bei Airbus (Mio. € (250)) beziehen sich überwiegend auf Vorräte und Anlagevermögen für das A380-Programm. Die hierbei anfallenden Kosten wirkten sich negativ auf das GlossarEBIT* des Jahres 2006 aus. Siehe Erläuterungen zum Konzerabschluss (IFRS) – Anmerkung 12 „Immaterielle Vermögenswerte“ und Anmerkung 13 „Sachanlagen“.