DaimlerChrysler verkauft einen Teil ihrer Anteile an EADS an ein Konsortium von Investoren(2)

Am 9. Februar 2007 traf DaimlerChrysler (DC) eine Vereinbarung mit einem Konsortium von privaten und öffentlichen Investoren, durch das DC ihre Aktienbeteiligung an EADS von 22,5% auf 15% reduzieren wird. Dabei wurde das Gleichgewicht der Stimmrechte zwischen deutschen und französischen, die Kontrolle ausübenden Aktionären gewahrt.

DaimlerChrysler hat ihren gesamten Aktienanteil von 22,5% in eine neue Gesellschaft platziert, an dem das Investoren-Konsortium einen Drittel der Anteile über eine Zweckgesellschaft erwerben wird. Dies entspricht effektiv einem Anteil von 7,5% an EADS. Die Transaktion wird im ersten Quartal 2007 vorgenommen. Als Kompensation für ihre indirekt gehaltenen EADS-Anteile erhalten die Investoren für ihre 7,5% indirekt gehaltenen Anteile von DaimlerChrysler eine Vorzugsdividende von 175% der normalen EADS-Dividende.

DaimlerChrysler verfügt über die Option die neue Struktur frühestens am 1. Juli 2010 aufzulösen. Wenn die Struktur aufgelöst wird, hat DaimlerChrysler das Recht, den Anlegern entweder EADS-Anteile zu liefern oder eine Barabfindung zu bezahlen. Werden EADS-Aktien gewählt, haben der deutsche und der französische Staat und Lagardère über SOGEADE ein Vorkaufsrecht, um das Gleichgewicht zwischen der deutschen und der französischen Seite aufrechtzuerhalten.

DaimlerChrysler wird die Stimmrechte des gesamten Pakets von 22,5% der EADS-Aktien weiterhin kontrollieren.

Diese Transaktion stellt eine spezifische Ausnahme zu den in Abschnitt „Beziehungen zwischen den Hauptaktionären
Die Organisation von EADS Participations B.V.
“ beschriebenen Vereinbarungen dar.

Mit GlossarPower8 stärkt Airbus ihre Wettbewerbsfähigkeit

Um sich den Herausforderungen im Zusammenhang mit der Schwäche des US-Dollars, dem verstärkten Wettbewerbsdruck, den finanziellen Belastungen aufgrund der Verzögerungen beim A380-Programm zu stellen und um den sonstigen künftigen Investitionsbedarf zu decken, hat Airbus die Umsetzung des Programms Power8 bekannt gegeben. Power8 sieht strenge Maßnahmen zur Kostensenkung, eine grundlegende Veränderung des Geschäftsmodells von Airbus sowie die Entwicklung eines globalen Partnernetzwerks vor. Mit dem Programm soll es Airbus möglich sein, seine Ressourcen auf Kernaktivitäten zu konzentrieren und Ineffizienzen in seiner gegenwärtigen Struktur zu beseitigen. Das Programm zielt auf die vollständige industrielle Integration von Airbus durch Einrichtung einer neuen industriellen Organisation ab, wobei länderübergreifende Centres of Excellence an die Stelle der bisherigen nationalen Strukturen treten werden. Dieser Transformationsprozess wird mehrere Jahre dauern und umfasst die Erweiterung der globalen Präsenz von Airbus.

Das Airbus-Management wird im Rahmen von GlossarPower8 einen rigiden Sparkurs mit dem Ziel der Kostensenkung und Cash-Maximierung umsetzen. Damit sollen Beiträge zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (GlossarEBIT*) in Höhe von Mrd. € 2,1 ab 2010 und zusätzlicher kumulativer Cashflow in Höhe von Mrd. € 5 in den Jahren von 2007 bis 2010 generiert werden. Ein großer Teil dieser Kosteneinsparungen wird durch Reduzierung des derzeitigen Personalbestands von Airbus im Verwaltungsbereich um 10.000 Stellen erreicht werden. Hierzu zählen auch Zeitarbeitskräfte und vor Ort tätige Mitarbeiter von Zulieferern. Die vorgesehenen Maßnahmen zur Senkung der Gemeinkosten und insbesondere des Personalbestands erfordern im ersten Quartal 2007 die Bildung von Rückstellungen in Höhe von Mio. € 680.

Neben der Senkung des Personalbestands wird sich Airbus in Zukunft vermehrt auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Zu diesen Aktivitäten gehören die Gesamtarchitektur von Flugzeug und Kabine, die Systemintegration, Konstruktion, Montage, Installation, Ausrüstung, kundenspezifische Anpassung und Prüfung großer und komplexer Komponenten oder die Herstellung von Teilen, die auf neuen Technologien beruhen. Deshalb zieht Airbus industrielle Partnerschaften in ihren Werken in Filton, Meaulte und Nordenham in Betracht, um den Übergang vom Metall- zum Verbundstoffdesign und der Herstellungstechnologie zu vereinfachen. In Bezug auf ihre Werke in Laupheim, St. Nazaire-Ville und Varel wird Airbus mehrere Optionen prüfen, einschließlich ihres Verkaufs an wichtige Lieferanten, Management-Buy-Outs oder die Zusammenlegung mit benachbarten Standorten.

Verschiedene Maßnahmen, die darauf abzielen, die Effizienz der Endmontagelinien (GlossarFAL) weiter zu steigern, werden gegenwärtig bereits umgesetzt. Als Montagestandort für die A350XWB ist Toulouse vorgesehen. Dort wird das neue Airbus-Langstrecken-Passagierflugzeug mittlerer Kapazität auch seine Innenausstattung erhalten, und zwar in den gleichen Werksanlagen wie die derzeitige A330/A340-Familie, wodurch eine Kapazitätserweiterung dieser Endmontagelinie ermöglicht wird. In Hamburg wird ab sofort eine dritte Endmontagelinie für die A320-Familie eingerichtet, um das steigende Arbeitsaufkommen im Rahmen der derzeitigen Produktionsausweitung zu bewältigen. Diese Endmontagenlinie wird in den bereits vorhandenen Anlagen realisiert und bietet volle Typenflexibilität, wenn die A320-Nachfrage die Fertigungskadenz von 14 Flugzeugen pro Monat übersteigt. In Toulouse wird die A320 weiterhin bis zu einer Fertigungsrate von 14 Flugzeugen montiert. Hamburg wird außerdem die Endmontage der künftigen neuen Familie von Airbus Single Aisle-Flugzeugen übernehmen. Einige vorgelagerte und vorbereitende Arbeiten für die Kabinenausstattung der A320 und A380 werden von Hamburg nach Toulouse verlegt, damit die Teile an dem mit Blick auf die Optimierung der Gesamtdurchlaufzeiten logischsten Punkt eingebaut werden können. Arbeiten zur Kabinenausstattung bleiben in Hamburg. Die Auslieferungen der A380 erfolgen weiterhin ab Hamburg und ab Toulouse.

Schließlich wird Airbus eine vollständig integrierte und transnationale Organisation aufbauen, um die Umsetzung des Programms Power8 und die Einführung des neuen Geschäftsmodells zu unterstützen. Die neue Industrieorganisation wird die Rationalisierung der Prozesse durch die Gründung von vier transnationalen „Centres of Excellence“ unter der Leitung des Head of Operations vorantreiben: Rumpf und Kabine, Flügel und Lastenträger, Heck und Flugzeugkomponenten, wobei letzterer für den Teilzusammenbau des Rumpfs und Innenausstattung verantwortlich ist. Diese Struktur wird die gegenwärtige Organisation mit acht nationalen Centres of Excellence ersetzen. Weitere organisatorische Veränderungen sind die vollständige Integration unterstützender Funktionen wie Finance (Finanzen) und HR (Personalwesen) sowie die Stärkung der Kompetenzen von Kernfunktionen wie Engineering, Procurement und Programmes.

Finnair erste Fluggesellschaft die einen verbindlichen Vertrag für die A350XWB unterzeichnet

Am 8. Februar 2007 unterzeichnete Finnair einen Festvertrag für elf A350XWB, sowie für sieben zusätzliche Langstreckenflugzeuge (bestehend aus A340-300 und A330). Es ist die erste Fluggesellschaft, die ihren ursprünglichen Auftrag über neun der ursprünglichen A350-Flugzeuge vom Dezember 2005 in neue A350XWB umwandelt und gleichzeitig die Zahl der bestellten Flugzeuge erhöht.

Anlässlich der Heli-Expo 2007 gewinnt Eurocopter 112 Aufträge

Anlässlich der Heli-Expo 2007 gewann Eurocopter 112 Aufträge, das ist ein neuer Rekord. Dazu zählen 88 verbindliche Aufträge und 24 Optionen. Die Heli-Expo 2007 ist eine Hubschrauber-Fachmesse, die vom 1.-3. Februar 2007 in Orlando durchgeführt wurde. Die Mehrheit der neuen Aufträge kam von Kunden aus Nordamerika.

Eingefrorene A380F-Entwicklung

Am 2. Februar 2007 gab UPS die Absicht bekannt, ihre Bestellung für 10 Frachtflugzeuge des Typs A380 zu stornieren. In Zusammenhang mit dieser Ankündigung entschied sich Airbus für eine Verschiebung der Entwicklung der Frachterversion der A380 und die vorhandenen Ressourcen für die Produktion der Passagierversion des Flugzeuges einzusetzen.

Vereinigte Arabische Emirate wählen EADS für ihr Luftbetankungsflugzeug-Programm

Am 21. Februar 2007 unterzeichneten die Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) eine Absichtserklärung mit EADS, für die Beschaffung des A330 GlossarMRTT als neues Luft-Luft-Betankungsflugzeug ihrer Luftwaffe und Luftverteidigung. Der erwartete Auftrag beläuft sich auf drei A330 MRTT Mehrzwecktankflugzeuge, deren Lieferung ab 2011 geplant ist.

Arianespace und Astrium Space Transportation haben sich für eine Erhöhung der Produktion von Ariane 5 entschieden.

Am 15. Februar 2007 unterzeichneten Arianespace und Astrium Space Transportation einen Vertrag für notwendige Investitionen, um mit Beginn im Februar 2008 jährlich sieben Ariane-5-ECA-Trägerraketen liefern zu können. Mit der Erhöhung der Produktionsrate will Arianespace mit der wachsenden Nachfrage auf dem Markt für Trägerdienste, in dem Arianespace mit einem Marktanteil von mehr als 50% eine führende Rolle spielt, Schritt halten.

EADS verkauft ihren Anteil an Embraer

Am 14. Februar 2007 verkaufte EADS ihren Anteil von 2,12% an Embraer. EADS erzielte Umsatzerlöse vor Steuern und Bankgebühren in Höhe von Mio. € 124. Nach den Änderungen in der Aktionärsstruktur von Embraer wurde der Anteil von EADS eine reine Finanzanlage. Der Verkauf ihres Anteils an Embraer ist kein Grund für EADS, in Zukunft keine weiteren Bereiche für eine industrielle Zusammenarbeit mit Embraer auszuloten.

EADS und russische UAC bauen Zusammenarbeit weiter aus

Am 22. Februar 2007 gaben EADS und die russische United Aircraft Corporation (UAC) bekannt, dass vier Vereinbarungen unterzeichnet wurden, in denen die zwischen den Partnern diskutierten Kooperationsprogramme weiter spezifiziert werden. Die Abmachungen basieren auf den Ergebnissen einer Arbeitsgruppe auf höchster Ebene, die Ende letzten Jahres gebildet worden ist.

Die erste Vereinbarung umfasst die Partnerschaft im A350XWB-Programm von Airbus. Airbus offeriert der russischen Industrie eine Beteiligung an der Flugzeugzelle von fünf Prozent. Die Diskussionen, welche Komponenten des Flugzeuges in Russland entworfen und gebaut werden sollen sind noch nicht abgeschlossen.

Die zweite Vereinbarung beinhaltet die Bildung eines Joint Venture mit Sitz in Dresden, das die Aufgabe hat, Umrüstungszentren für die Airbus A320-Familie in Lukhovitsy in der Nähe von Moskau in Russland und im deutschen Werk zu errichten.

Die dritte Vereinbarung sieht eine gemeinsame Studie des Marktes für Transportflugzeuge und eine mögliche Zusammenarbeit zwischen EADS und der russischen Industrie in diesem Bereich vor.

In der vierten Vereinbarung wird ein Aktionärswechsel beim technischen Zentrum von Airbus in Russland (ECAR) definiert: UAC wird die Konzernbeteiligung an Kaskol kaufen.

(2)

EADS bestätigt, dass diese Informationen mit größter Genauigkeit erstellt wurden und dass, soweit EADS Kenntnis davon hat und dies anhand der von DaimlerChrysler veröffentlichten Informationen beurteilen kann, keinerlei Fakten verschwiegen wurden, die zu einer ungenauen oder irreführenden Aussage der Berichte führen könnten.