93 Flughäfen, die 63 Prozent des weltweiten Flugverkehrs abwickeln, arbeiten bereits an ihrer Kapazitätsgrenze. (Foto)
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93 Flughäfen, die 63 Prozent des weltweiten Flugverkehrs abwickeln, arbeiten bereits an ihrer Kapazitätsgrenze.

Der Auftragseingang bei Zivilflugzeugen mit 100 und mehr Sitzen übertraf 2007, einem unerwartet starken Jahr, mit 2.754 Maschinen den Vorjahresrekord von 2.057 Flugzeugen. Der Auftragsbestand von Airbus und Boeing beträgt nun 6.821 Maschinen, was einer Produktionsauslastung von etwa sechs Jahren entspricht.

Airbus prognostiziert für die nächsten 20 Jahre einen jährlichen Anstieg des Passagier- und Frachtverkehrsaufkommens von 4,9 Prozent beziehungsweise 5,8 Prozent. Dabei wird der größte Zuwachs des Verkehrsaufkommens in aufstrebenden Ländern erwartet – 11,5 Prozent in China, 8,4 Prozent in Indien und 6,8 Prozent im Mittleren Osten. Für Unsicherheit sorgen kurzfristig die allgemeine Konjunkturschwäche sowie Spekulationen über ein möglicherweise baldiges Einsetzen der Konsolidierung bei den traditionellen US-Fluggesellschaften.

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Prognosen zufolge wird das Fluggast-
aufkommen im weltweiten Luftverkehr in den Jahren von 2007 bis 2026 jährlich um 4,9 Prozent steigen, während sich die Startfrequenzen auf den Passagier-
flugrouten im selben Zeitraum mehr als verdoppeln werden. Angesichts des mit 11,5 Prozent besonders rasanten Wachstums seines Verkehrsaufkom-
mens dürfte China bis 2026 wohl die Führung im weltweiten Flugverkehr übernommen haben.



Wirtschaftswachstum: Hauptantrieb der Nachfrage im Passagierverkehr (Liniendiagramm)

Veränderte Rahmenbedingungen

Das operative Umfeld der zivilen Luftfahrt dürfte sich künftig erheblich verändern. Liberalisierungsmaßnahmen wie etwa das Open-Skies-Abkommen werden einerseits zu einer Reduzierung behördlicher Auflagen führen. Sicherheits- und Umweltaspekte, die Weiterentwicklung und mögliche Überlastungen der Streckennetze, der Ölpreis sowie weitere Faktoren werden andererseits neue Einschränkungen entstehen lassen.

Umwelteffiziente Technologien werden im Luftfahrtgeschäft zunehmend zu einem zentralen Faktor. Flugzeughersteller bauen leichtere Maschinen und forschen an alternativen Treibstoffen. Die steigenden Anforderungen an die Umweltfreundlichkeit von Flugzeugen werden den Austausch veralteter Flotten beschleunigen.

Die hohen Treibstoffkosten bedrohen die Rentabilität der Fluggesellschaften. In den zurückliegenden zwei Jahren hat sich der Kerosinpreis in etwa verdoppelt. Nach Angaben der Association of European Airlines ist der Anteil der Treibstoffkosten an den Betriebsausgaben von 12 Prozent im Jahr 2003 auf mittlerweile 23 Prozent gestiegen.

Die zunehmende Überlastung der Luftverkehrswege hat in Europa und den USA zur Entwicklung neuer Systeme zum Verkehrsmanagement geführt. Der International Air Transport Association zufolge werden bereits an 93 Flughäfen, die 63 Prozent des weltweiten Verkehrs abwickeln, Start- und Landeerlaubnisse knapp.

Niedrigpreis-Airlines treten in die nächste Entwicklungsphase ein. Hier werden sich voraussichtlich zwei Lager – Kurz- und Langstreckenanbieter – herausbilden.