Rege Nachfrage herrscht nach Systemen zum Schutz vor Terrorismus, Kriminalität, Naturkatastrophen und ähnlichen Bedrohungen. (Foto)
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Rege Nachfrage herrscht nach Systemen zum Schutz vor Terrorismus, Kriminalität, Naturkatastrophen und ähnlichen Bedrohungen.

Die Verteidigungsausgaben der Vereinigten Staaten sowie einiger Schwellen- und Entwicklungsländer sind 2007 signifikant gestiegen. Während sich der gesamte US-Verteidigungsetat um 6,9 Prozent auf US$ 439,3 Milliarden erhöhte, wuchsen die Beschaffungsausgaben des Pentagon um mehr als 10 Prozent. Auch in einzelnen Regionen wie Indien und dem Nahen Osten stiegen die Verteidigungsbudgets deutlich.

In Europa konnte dagegen nur ein geringes Wachstum verzeichnet werden. Einzig Frankreich und Großbritannien wendeten mehr als 2 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auf. Da die Ausgaben niedrig bleiben dürften, sehen sich die europäischen Verteidigungsunternehmen nicht nur zu Konsolidierungen veranlasst, sondern müssen auch zunehmend internationale Wachstumsmärkte ins Visier nehmen.

Unter den aufstrebenden Ländern verfügt Indien über einen der größten und am schnellsten wachsenden Verteidigungsetats (8 bis 10 Prozent p.a.). Aufträge sind hier üblicherweise an Produktionskooperationen gebunden, sodass europäische Unternehmen nach Übernahmemöglichkeiten sowie potenziellen Partnerschaften und Joint Ventures Ausschau halten.

Veränderte Anforderungen

Im aktuellen Kontext wandeln sich die strategischen und technischen Voraussetzungen erfolgreicher Verteidigung rasant. GlossarAsymmetrische Konflikte und Missionen „ohne Kampfhandlung“ – etwa der Umgang mit Aufständen, Einsätze zur Friedenssicherung und humanitäre Interventionen – nehmen an Bedeutung zu. Zwar entfällt ein großer Ausgabenanteil auf Militärflugzeuge, aber für den Verlauf der nächsten zehn Jahre werden auch beträchtliche Investitionen im Hubschrauberbereich erwartet.

Auf der Suche nach kosteneffizienteren Lösungen wenden sich Regierungen für die Finanzierung, Entwicklung und Erbringung von Dienstleistungen zunehmend an Privatunternehmen.

Europäische Staaten teilen sich die Finanzierung bestimmter Projekte, um die Stagnation ihrer Verteidigungshaushalte zu kompensieren. Die europäische Verteidigungsbehörde EDA spielt bei der Beschaffung eine immer wichtigere Rolle.


Geschätzte Entwicklung der Verteidigungshaushalte in Kernregionen (Balkendiagramm)

Sicherheit

Seit sich der Terrorismus in vielen Teilen der Welt zur größten externen Bedrohung der öffentlichen GlossarSicherheit entwickelt, verzeichnet der Weltmarkt für Sicherheitslösungen enorme Wachstumsraten. Rege nachgefragt werden Technologien, die physische Sicherheit automatisch erkennen, orten und gewährleisten. Die Branche expandiert insbesondere in Nordamerika, Westeuropa und Asien. (Quelle: Frost & Sullivan)

Dabei werden für die kommenden Jahre die höchsten Wachstumsraten in den USA erwartet. Dort wurden nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die Sicherheitsbestimmungen im Flug-, Schiffs- und Eisenbahnverkehr verschärft. Das Budget des US-Heimatschutzministeriums stieg 2007 um 7 Prozent auf US$ 35,6 Milliarden. Es wird geschätzt, dass die Ausgaben des privaten Sicherheitssektors etwa vier Mal so hoch ausfielen.

In Westeuropa ist die Sicherheitsbranche im vergangenen Jahrzehnt kontinuierlich gewachsen. Die hohen Verbrechensraten in Großbritannien und Deutschland haben die Nachfrage nach Sicherheitstechnik wie Zugangskontrollsystemen und Überwachungseinrichtungen angetrieben. In Asien werden aller Voraussicht nach China und Indien die Wachstumsmotoren der Branche sein.